Wochenrückblick 41: Preining holt DTM-Titel, Verstappen-Double

DTM Finale 2026
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Motorsport-Highlights der Woche (KW 41/2026, 9. bis 11. Oktober)

Thomas Preining ist zum zweiten Mal DTM-Meister, obwohl sein Finale in Hockenheim mit einem Ausritt begann. Im Rahmenprogramm holen Felix Hirsiger und Finn Zulauf den Titel im GT Masters, in Singapur gewinnt Max Verstappen Sprint und Grand Prix. In Portimão fällt die Entscheidung in der GT-Klasse der Europäischen Le Mans Serie erst in den letzten Minuten.

DTM: Preining ist trotz Fehlstart Meister

Mit 23 Punkten Vorsprung auf Maro Engel und 24 auf Marco Wittmann war Thomas Preining zum Finale nach Hockenheim gereist. Ein gutes Polster, aber bei zwei Rennen und bis zu 56 Punkten noch keine Vorentscheidung. Und zum Start des ersten Rennens wurde es gleich noch viel spannender: Preining griff von Platz drei aus Lucas Auer in der ersten Kurve an, kam dabei neben die Strecke und fiel bis auf Rang neun zurück, mitten ins Mittelfeld. Vorn kamen dagegen genau die Kontrahenten nach vorn, vor allem Maro Engel, der sich von Startplatz sieben bis auf Rang drei vorarbeitete.

In der zweiten Runde kollidierten Lucas Auer und Pole-Setter Luca Engstler, dessen Lamborghini heftig in die Begrenzung einschlug (Engstler konnte das Medical Center noch während des Rennens verlassen, am Sonntag trat er aber nicht mehr an). Nach 14 Minuten Unterbrechung führte Engel, verlor die Spitze aber bei einem langsamen Boxenstopp. Auer holte seinen ersten Saisonsieg, Marco Wittmann wurde Dritter vor Engel, nachdem die Rennleitung einen Platztausch zwischen den beiden angeordnet hatte. Engel hatte dafür überhaupt kein Verständnis. Und Preining? Der lag nach dem Neustart nur auf Platz elf, kämpfte sich aber noch auf Rang fünf vor. Vor dem Sonntag führte er damit 20 Punkte vor Wittmann und 22 vor Engel, 28 waren noch zu vergeben.

Engel tat am Sonntag, was er tun musste, und gewann von Startplatz drei aus, sein dritter Saisonsieg. Preining fuhr aber von Platz sieben aus auf Rang drei, und das reichte: Auch der Sieg von Engel konnte am Ende nichts mehr ändern. Preining ist mit zwölf Punkten Vorsprung Meister, Wittmann wird Dritter. Nach 2023 ist es sein zweiter DTM-Titel, und es ist einer über Konstanz: Preining hat in dieser Saison nur zwei Rennen gewonnen, Engel und Matteo Cairoli je drei.

GT Masters: Hirsiger und Zulauf siegen im Finale

Auch im GT Masters, das im Rahmen der DTM sein Finale austrug, war das Titelduell noch offen. Felix Hirsiger und Finn Zulauf lagen im Lamborghini von Engstler Motorsport vor dem Wochenende fünf Punkte hinter dem BMW von FK Performance mit Tim Zimmermann und Leyton Daniel Fourie. Schon am Samstag drehte sich das Blatt: Den Sieg holten Niklas Kalus und Kiano Blum im Ford von Haupt Racing, Hirsiger und Zulauf wurden von Startplatz vier aus Zweite, Zimmermann und Fourie nur Sechste.

Am Sonntag ließen die neuen Tabellenführer nichts mehr anbrennen. Zulauf stellte den Lamborghini auf die Pole, und von dort ging es ohne Umweg zum Sieg, Zimmermann und Fourie wurden Zweite. Mit dem fünften Saisonsieg sind Felix Hirsiger und Finn Zulauf mit 13 Punkten Vorsprung Meister.

Formel 1: Verstappen gewinnt in Singapur doppelt

In Singapur gab es mal wieder Sprint und Grand Prix, und Max Verstappen hat diesem Wochenende seinen Stempel aufgedrückt. Der Sprint begann wegen heftigen Regens eine halbe Stunde später, George Russell ging zunächst in Führung, rutschte aber schon in der ersten Runde in der letzten Kurve von der nassen Strecke. Verstappen gewann vor den beiden Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Im Grand Prix war es dann eine klare Sache: Start von der Pole, am Ende 7,3 Sekunden vor Leclerc. Bemerkenswert ist das schon, denn ausgerechnet Singapur war über Jahre die Strecke, auf der Verstappen nie gewinnen konnte. Jetzt hat es gleich doppelt geklappt.

Kimi Antonelli hatte nicht die schnellste Pace, kam aber gut durch beide Rennen: im Sprint von Startplatz sieben auf Rang vier, im Grand Prix von Platz vier auf drei. Sein Teamkollege und ärgster Verfolger George Russell holte dagegen nach dem Sprintunfall und einem Start von Platz 19 (Motorenstrafe) als Neunter nur zwei Punkte. Antonellis Vorsprung in der WM ist damit von 84 auf 102 Punkte gewachsen, bei noch sechs ausstehenden Rennen. Ein wichtiger Schritt Richtung Titel.

Europäische Le Mans Serie: United Autosports von vorn, Corvette zittert sich zum GT-Titel

Die Europäische Le Mans Serie hat in Portimão ihr großes Finale abgehalten, und das war fast schon unüblich unspektakulär. Mit weniger Gelbphasen und Unterbrechungen als üblich (eine virtuelle Safety-Car-Phase in der ersten Stunde, eine kurze Full Course Yellow gegen Ende) lief das Rennen ungewöhnlich glatt. Davon profitierte der Oreca von United Autosports mit der Nummer 22: Griffin Peebles, Grégoire Saucy und Benjamin Hanley fuhren von der Pole einen Start-Ziel-Sieg heraus und holten sich damit auch den Titel, am Ende 27 Punkte vor dem Panis-Trio um Esteban Masson. Zweiter wurde der IDEC-Oreca mit Laurents Hörr.

Besonders spannend war es in der GT-Wertung. Als Tabellenführer war der Iron-Lynx-Mercedes mit Julian Hanses angereist, stand auf der Pole und führte lange. Dann kam eine Durchfahrtsstrafe wegen zu hohen Tempos in der Boxengasse, und am Ende reichte es nur zu Platz acht. Damit lief alles auf ein Duell zwischen der Corvette von TF Sport und dem Proton-Porsche von Richard Lietz, Thomas Sargent und Matthew Kurzejewski hinaus. Der Porsche gewann, doch die Corvette musste nur Zweite werden. Genau das wurde im Schlussstint noch einmal eng, weil Charlie Eastwood den High-Class-Porsche von Benjamin Paque hinter sich halten musste. Wäre Paque vorbeigekommen, wäre Proton mit einem Punkt Meister gewesen. So fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten zugunsten der Corvette-Mannschaft: Eastwood, Alec Udell und Blake McDonald sind mit zwei Punkten Vorsprung Meister. Für Eastwood und TF Sport ist es der zweite GT-Titel in Folge.

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